ImpulsStandort

"Die Naschinsel"

Unsere Naschinsel ist ein vom Hansaforum gefördertes Projekt, dessen Ziel unter anderem eine naturnahe und ästhetische Flächengestaltung des öffentlichen Raumes ist. Mit ihrem Aufforderungscharakter zum Verweilen und Beobachten soll sie ein Ort der Vernetzung sein, wo Bürger des Viertels zusammenkommen und gemeinsam gärtnern können.

Die Naschinsel - Unser Projekt für das Hansa4tel

Im Sinne des Quartier-Gemeinwohl-Index



Begegnungsorte (Ziel 1)

Mit dem Hochbeet schaffen wir einen Ort für Begegnung. Menschen können zusammen am Hochbeet arbeiten, pflanzen, Unkraut jäten oder ernten und sich dabei austauschen.

Da das Hochbeet auf einer kleinen Fläche stehen soll, die direkt an den Bürgersteig angrenzt (Ecke Soester Straße/Meppener Straße), ist es ein unabhängiges Begegnungszentrum im öffentlichen Raum, das für jeden frei zugänglich ist.
Das Hochbeet soll partizipativ gestaltet werden. Auch bei der langfristigen Pflege der Pflanzen kann sich jeder einbringen. Bewohner*innen mit nicht-deutschem Sprachhintergrund, sowie Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Handicaps können ebenfalls partizipieren.



Kunst, Kultur und Bewegung (Ziel 3)

Das Gärtnern am Hochbeet ermöglicht Bewegung und bringt dabei Generationen zusammen. Es fördert den Austausch untereinander und ist niedrigschwellig zugänglich. Es bereichert die Lebensqualität im Viertel durch positives Erleben von Bewegung.

Das Anbauen von regionalen alten Gemüsesorten und Kräutern hat auch eine kulturelle Komponente. Der Anbau erfolgt mit “alten” Methoden und ohne Einsatz moderner Technik. Es kommen besondere Kulturpflanzen zum Einsatz, die man nicht unbedingt im Supermarkt findet. 



Grünflächen (Ziel 5)

Durch das Hochbeet findet eine qualitative Verbesserung der Grünflächen im öffentlichen Raum statt. Interessierte Personen haben die Chance, das Hochbeet und die Grünfläche drumherum mitzugestalten. Es wird eine sinnvolle ökologische Bepflanzung geben, die heimische Insekten fördert.



Klimapositiv (Ziel 6)

Die Fläche wird stärker bepflanzt als bisher und fördert die Biodiversität. Der Anbau von Kräutern, die in der Küche genutzt werden können, erfolgt direkt im Viertel. Mit unserer Naschinsel möchten wir das Bewusstsein und die Wertschätzung für gesunde, saisonale und regionale Ernährung stärken.



Nachbarschaft fördern (Ziel 8)

Mit dem Hochbeet sollen Menschen aus dem Viertel zusammenkommen und die Gemeinschaft soll gestärkt werden. Es soll feste Tage geben, an denen sich Interessierte zum gemeinsamen Gärtnern und diversen Aktionen treffen. Die Aktionstermine kündigen wir im Vorfeld an.



Vernetzung (Ziel 10)

Mit dem Hochbeet wird ein zentraler Anlaufpunkt geschaffen, an dem Menschen zusammenkommen, sich kennenlernen und austauschen können. Das Hochbeet ist im öffentlichen Raum zugänglich.


“Buddeln mit Maske und Punsch”

Erste gemeinsame Aktion trotz Corona

Unter dem Motto “Buddeln mit Maske und Punsch” fand am 26. Oktober 2020 die erste Aktion des Hochbeet-Projekts Naschinsel statt. 
Hier wurde die Idee mit Hintergrund und Zielen vorgestellt und die kleine Grüninsel wurde von Efeu befreit, um Platz zu machen für das Hochbeet, das in der Mitte der Fläche entstehen sollte.
Am Ende gab es einen gemütlichen Ausklang mit Punsch, bei dem wir uns gesellig weiter zum Thema austauschen konnten.


Einkauf und Transport

Mit der Carla Cargo in den Baumarkt-"Drive in"

Nachdem wir den Grundriss des Hochbeetes auf der Fläche abgesteckt und ausgemessen haben, konnten wir die benötigten Materialien im Baumarkt besorgen. Der Transport fand wie immer CO2 frei mit Lastenrädern statt.


Bau des Hochbeetes

Mit Säge, Bohrmaschine und Muskelkraft ans Werk

Der Bau des Hochbeetes fand Ende November statt. Zunächst haben wir die Einschlagbodenhülsen für die Eckpfeiler in den Boden gehauen, um daran die 4 cm dicken Außenwände zu befestigen. Wir haben uns dazu entschieden, die Wände nicht, wie oft üblich, mit einer Plastikfolie auszukleiden als Schutz vor Feuchtigkeit, sondern eine zweite Wand mit dünneren Brettern an der Innenseite anzubringen und den Zwischenraum mit Kiesdachrieseln aufzufüllen. So wird die Außenwand durch die Steine immer noch geschützt, auch wenn die Innenwand nach einigen Jahren schon vermodert ist. 


Befüllung des Hochbeetes

Startklar für den Winter

Den Boden des Hochbeetes haben wir zunächst mit Tonziegeln ausgelegt, die prima Wasser speichern können. Darauf kam eine Lage Baum- und Strauchschnitt, frische Grünabfälle und darauf eine dicke Schicht trockenes Laub. Über den Winter kann das Beet so bleiben und zum Frühjahr wird es dann mit Kompost und Erde aufgefüllt.


Zwischenresümee

Jetzt schon ein Ort der Begegnung und des Austausches

Der Anfang ist gemacht. Das Hochbeet steht und wartet darauf, im Frühjahr bepflanzt zu werden. Die Nachbarn aus dem Viertel können es kaum erwarten. Beim Bau des Hochbeetes ist uns aufgefallen, auf wie viel Interesse das Projekt stößt. Viele Leute haben uns angesprochen und gefragt, was es mit dem Projekt auf sich hat. Es gab Leute, die uns Blumensamen angeboten haben oder es entstand die Idee einer weihnachtlichen Aktion mit Tannenbaum und Glühwein. Man merkt also, dass direkt etwas entsteht, sobald man anfängt, im öffentlichen Raum etwas zu machen. Das freut uns sehr und zeigt, dass das Projekt eine Bereicherung für das Viertel ist und dass die QGI-Ziele verfolgt werden.


Und so geht es weiter

Was uns im nächsten Jahr erwartet...

Im Frühjahr soll das Beet dann mit Kompost und Blumenerde vom Recyclinghof der AWM aufgefüllt werden. Anschließend kann das Beet bepflanzt werden mit insektenfreundlichen und essbaren Sträuchern und Stauden, wie zum Beispiel Johannisbeere, Lavendel, Rosmarin, Zitronenmelisse, Katzenminze und Fenchel... :)